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Hölzerne Besucher in der Lorcher Kirche

Hölzerne Besucher in der Lorcher Kirche
Hölzerne Besucher in der Lorcher Kirche
© Marcus Fischer
Zu Gast in der Lorcher St. Martins-Kirche © Marcus Fischer

Ungewöhnliche Gäste finden sich derzeit in den Bänken der St. Martinskirche in Lorch: Eine Frau sitzt dort, den Kopf nach links gewandt, als halte sie nach jemandem Ausschau. Ein Paar hat nebeneinander Platz gefunden, ruhig und konzentriert blicken beide mehr vor sich hin als nach voren. Ein Mann hat ein aufgeblättertes Buch in seinen Händen. „Die Besucher“ hat der Künstler und Bildhauer Stephan Guber die von ihm geschaffenen lebensgroßen Skulpturen genannt, die sich harmonisch in den Kirchenraum einfügen - und doch auf dem zweiten Blick für Irritation sorgen.

Guber, 1965 in Bad Nauheim geboren, lebt und arbeitet in Nidda (Hessen). Er studierte in Wiesbaden, ist seit 1989 freiberuflich als Künstler tätig. Seit fast 20 Jahren gewinnt in seinem Werk die skulpturale Arbeit, vorwiegend in Holz, immer mehr an Bedeutung. Thematisch geht es ihm stets um den Menschen in seiner inneren und äußeren Verfasstheit und seine Eingebundenheit in die ihn umgebende Welt.

Guber wurde bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem ersten Preis Skulpturenpark Mörfelden-Walldorf und dem Nassauer Kulturpreis „Kunst im freien Raum“. Seit September 2017 steht seine fünfteilige Figurengruppe WIR im Garten der Hessischen Landesvertretung in Berlin am Potsdamer Platz.

Seine „Besucher“ sind noch bis 25. November in der St. Martinskirche zu bewundern.