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Weinsegnung in der Basilika Johannisberg

Winzer, Küfer und Weinbruderschaften nehmen an dem besonderen Ereignis teil
Weinsegnung in der Basilika Johannisberg
Weinsegnung in der Basilika Johannisberg

Einer der Jahreshöhepunkte in Johannisberg ist es, wenn der neue Johanniswein in der Basilika gesegnet wird. Zu dem festlichen Gottesdienst, an dem die Winzer mit ihren Fahnen, Küfer und Weinbruderschaften teilnehmen, lädt die Pfarrgemeinde Heilig Kreuz Rheingau am Donnerstag,  27. Dezember, um 18 Uhr ein. Festprediger ist Dr. August Heuser, ehemaliger Direktor des Dommuseums Frankfurt am Main. Heuser, der sich als Theologe, Kunsthistoriker und Pädagoge einen Namen gemacht hat, ist in Frankfurt geboren und seiner Heimatstadt stets verbunden geblieben.

1964 hatten der damalige Pfarrer Jean Hörnis und Erwin Boos von der Pfarrgemeinde Johannisberg die Segnung des Johannisweins in Johannisberg wieder eingeführt. Die Johannisweinsegnung verbindet sich mit dem Apostel und Evangelisten Johannes, der am 27. Dezember seinen Gedenktag hat und daher als der „Winterhannes“ bezeichnet wird. Er soll einen Becher vergifteten Weins getrunken haben, blieb aber am Leben. Da der Apostel Johannes eine besondere Nähe zu Jesus hatte, wird gerne seine Liebe zu Jesus herausgestellt. Zum Johannistag wird darum der Johanniswein gesegnet und anschließend mit den Worten gereicht: Trinke die Liebe des Heiligen Johannes.

Dabei kommt es mit dem „Johannes“ immer wieder zu Verwechslungen. Die Basilika am Johannisberger Schloss ist dem Heiligen Johannes dem Täufer geweiht, der am 24. Juni gefeiert wird und daher gerne der Sommerhannes genannt wird.