Alle Meldungen

Zeitraum wählen:

bis

02.11.2017

Stumm-Orgel erklingt ohne Strom

Letztes Konzert zum 175-jährigen Jubiläum

Orgelpfeifen. Foto: Hubert Fasen

GEISENHEIM.- UNPLUGGED: So ist das  letzte Konzert zum 175-jährigen Jubiläum der Stumm-Orgel im Rheingauer Dom am Samstag, 18. November, um 19 Uhr überschrieben. Die Königin der Instrumente wird wie zu ihrer Entstehungszeit 1842 ohne Strom erklingen. Mit Hilfe von vier Kalkanten, die die vier gewaltigen Keilbälge während des Spiels immer wieder aufziehen, wird der Wind also „handgeschöpft“, was sich auch unmittelbar auf den Klang überträgt.

Die Orgel im Rheingauer Dom in Geisenheim, 1839 in Auftrag gegeben, wurde in der vierten Generation der Orgelbauer Stumm aus Rhaunen-Sulzbach (Hunsrück) von Carl Stumm 1842 aufgestellt. Sie ist die größte zweimanualige Stumm-Orgel aus dem 19. Jahrhundert. Im Jahr 1987 erfolgte eine grundlegende Restaurierung durch die Firma Klais (Bonn). 2014 erfolgte eine Ausreinigung und grundlegende Nachintonation durch die Orgelbaufirma Fasen (Oberbettingen). Die 1987 nach Originalplänen rekonstruierte Balganlage erlaubt es, die Orgel wie zur Erbauung 1842 ohne Motor mit handgeschöpftem Wind zu spielen.

Bezirkskantor Florian Brachtendorf spielt festliche Orgelmusik von Bach, Bovet, Mozart, Schumann u. a. und erläutert Wissenswertes zu dem faszinierenden Instrument. Dauer: 60 Minuten. Der Eintritt ist frei.